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Qi Gong



das Kultivieren der inneren Lebensenergie Qi

Qi Gong

"Qi Gong" alte Schreibweise: Chi Kung, gesprochen "Tschi Gung."
Übersetzt werden kann es mit: Übungen zum Beherrschen der inneren  Lebensenergie Qi.
Es definiert alle chinesischen Formen, Techniken und Meditationen,
die das „Qi“ eines Menschen trainieren.                                                                                  

Der Begriff "Qi Gong" wurde 1954 von einer staatlichen Kommission
des chinesischen Gesundheitsministeriums unter der Leitung des Arztes Liu Guizhen
offiziell für alle betreffenden Übungsformen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin
und den buddhistischen und daoistischen Methoden der Gesundheits-und Lebenspflege festgelegt.
Damit sollten die zahlreichen alten, schwer übersetzbaren Namen der Übungsformen verständlich
und vereinfacht definiert werden.
Der Ursprung der Qi Gong-Übungen liegt weit in der Anfangszeit der Kultur des chinesischen Volkes.
Schon die „Herrscher“ in der mythischen Vorzeit 4000 v.Chr. sollen Qi Gong-Übungen
entwickelt und angewandt haben.
Die Bewahrer dieser uralten Traditionen des Qi Gong waren die „Daoisten“:
Menschen, die sich im alten China in entlegene Bergregionen zurückzogen,
um sich ganz der „Stille“, des „Dao“ und der Meditation zu widmen.

 

Die Natur ist der "Lehrer" für Qi Gong.
 
                                                                           

Durch die Beobachtung der Vorgänge und Wandlungen in der Natur,
basierend auf der Theorie des "Taiji“, des „Yin & Yang", der „5 Elemente“ und des „Bagua“
entwickelten die frühen Daoisten  Übungsmethoden, um gesundheitsförderndes "Qi" aus der Umgebung
aufzunehmen und es im Inneren des Körpers zu sammeln.
Ebenso konnten sie in der Meditation feststellen, das durch die aktive Verbindung von Geist,
Körper und Atmung die Lebensenergie des Menschen selbst trainiert wird,
was den Organismus vor Krankheiten schützen, das Altern hinauszögern kann und
für eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität des Menschen sorgt.               
Diese hohe Lebensqualität umfasste für die weisen Daoisten auch die Spiritualität,
die Selbsterkenntnis und Erweiterung des Bewusstseins,
die Erlangung eines noblen Charakters und reinen (guten) Herzens.              
Die Daoisten nannten dies: "Wesensnatur und Lebensenergie gleichermaßen entwickeln"
(Xing Ming Shuang Xiu, Der Begriff "Lebensenergie" ist hier weitgefasst mit "Ming" bezeichnet.)

Jede „Innere Kampfkunst“ ist ein Qi Gong.
                                                                          

Ein wichtiger Teil ihrer Forschung und Ausbildung zum Qi Gong waren die „Inneren Kampfkünste“.
Viele Qi Gong-Methoden entstanden aus dieser integralen Praxis den Körper und Geist
zu trainieren und auszubilden. Ein Grund dafür war, dass die konsequente Ausbildung der Kampfkünste
den Charakter und die internen körperlichen Fähigkeiten (das „gongfu“) des Übenden schulten,
ebenso wie seine Wahrnehmung und Führung der eigenen Lebensenergie Qi.
Ohne diese Vorbereitung und Integration führen traditionelle Qi Gong-Meister der alten Schule
auch heute noch keinen Adepten in die Qi Gong-Praxis ein. 
                             

Qi Gong ist auch die integrierte Technik im Taijiquan.

Taijiquan und seine „Geschwister“ der Inneren Kampfkünste wie Bagua Zhang, Xingyiquan usw.             
selbst sind Qi Gong-Methoden. Viele der Qi Gong-Formen sind aus dem Taijiquan und den
Inneren Kampfkünsten hervorgegangen.
Im Laufe der Geschichte wurden einige dieser Übungen „selbstständig“
und haben sich aus diesem Kontext herausgelöst.
Qi Gong ist bei uns zwar noch keine anerkannte Therapie, wird aber oft wie eine eingesetzt.
In vielen klinischen Bereichen wird Qi Gong bereits erfolgreich angewandt
um die "Selbstheilungskräfte" der Patienten zu stärken und um diese aktiv in ihre Genesung
mit einzubeziehen. Qi Gong hat wie auch Taijiquan in China, den USA und Europa
eine neue, moderne und „medizinisch-therapeutische“ Form angenommen und wird auch weithin
als „Wellness-Methode“ erfolgreich propagiert.  
Die rasante Verbreitung des Qi Gong hat allerdings auch zu vielen fehlerhaften
und deformierten Entwicklungen selbst in China geführt.

Mit der einfachen Praxis und Anwendbarkeit des Qi Gong kamen auch schnell
die ersten „Probleme.“ Oft wird dabei die „Wirkung“ mit der „Beherrschung“ verwechselt:
die schnelle und tiefgreifende Wirkung lässt so manchen glauben,
er beherrsche Qi Gong und kann es damit an andere weitergeben.
Auch wenn durch die meisten Qi Gong-Übungen keine ernsthaften Schäden zu erwarten sind,
mildert oder versagt es denen die es üben wollen dadurch ganz oder teilweise
die segensreichen Wirkungen des Qi Gong.  

Qi Gong heißt auch: die Lebenskraft „kultivieren“, d.h. durch geduldiges, tägliches (und jahrelanges !!!)
Üben und Forschen die Lebensenergie erfahren und wahrnehmen.