Taijiquan Sächsische Schweiz

Meditation und Herzenskultivierung

Meditation ist eine Kultivierung der Lebensenergie und des Herzens auf tiefster Ebene.

Taijiquan und die Inneren Kampfkünste sind fest eingebunden in eine Lebenskunst,die man im alten China „Dao“ nannte, oder den „Weg des Universums“. Diese Lebenskunst wurde maßgeblich geprägt in der Zeit des mythischen Herrschers „Huang Di“ dem Gelben Kaiser 2000 v. Chr. Sie ist eine der wichtigsten Wurzeln der chinesischen Kultur und beeinflusste über Jahrhunderte alle Aspekte des chinesischen Lebens und Denkens.

Das Dao, ist der „Weg“ oder die Bewegung eines unendlich erscheinenden, dynamischen und in sich ausbalancierten Universum, es ist die Wirkkraft hinter all den sichtbaren und unsichtbaren Erscheinungen in der Natur. Im alten China „richtete“ man sich nach diesem Weg, dieser Bewegung der Balance aus, um ein friedliches, harmonisches und gesundes Leben zu führen. Man erkannte die „Kraft des Dao“ in den Zyklen, den Wandlungen der Natur, der Jahreszeiten,der Gestirne, der Lebewesen in deren Entstehen (Geburt), Wachsen und Vergehen (Tod). Aus deren Beobachtung und Studium fand man Wege diese Veränderungen zu erkennen, ihnen ohne Widerstand (mit Mühelosigkeit-wu wei) folgen zu können und sie sogar für sich nutzbar zu machen.

Die Daoistische Meditation stellt eine dieser entwickelten Methoden dar und ist durch ihre umfassende und jahrhundertealte, über Generationen ununterbrochen fortgeführte Wissenschaft der daoistischen Meister,
eine wahre „Schatzkammer“ des Wissens und Könnens.

Die Übungen der Daoistischen Meditation

Die Übungen der Daoistischen Meditation sind zumeist Stille Übungen, die einerseits die „Essenz“, die „Lebensenergie“ und den „Lebensgeist“ (jing, qi, shen) des Menschen aufbauen und so für Vitalität und Lebensqualität sorgen, gleichzeitig aber auch den mentalen oder emotionalen Aspekt schulen. Die daoistischen Meister lehren uns, dass innere Stille, Herzensruhe und der Einklang mit der Natur und uns selbst, nur durch beständiges Praktizieren der Meditation, der Stille (auch eines ruhigen und zurückgezogenen Lebens) und des „Sitzens in Stille“ zu erreichen ist.

Der damit verbundene tiefe Wandel und die Reifung unserer Mentalität, der Emotionen des eigenen „Herz-Geistes“(xin shen) beschreiben sie als die Kontrolle oder die „Zähmung“ unseres „Affen-oder Alltags-Geistes“ (shi shen) und die Wiedererlangung bzw. Nutzung des „Ursprünglichen Geistes“ (yuan shen). Sie plädieren gleichzeitig für eine umfassende und gesunde Schulung von Körper und Geist, damit wirklich eine tiefgehende Wandlung von „äußerer“ wie „innerer“ Harmonie möglich ist. Diese Schulung fanden sie in den Inneren Kampfkünsten und Taijiquan.

In den kommenden Zeiten wird diese Lebenskunst, die in-sich nicht an eine kulturelle oder religiöse Richtung gebunden ist, von sehr großer Bedeutung für uns sein.

In der Daoistischen Meditation lernt man u.a.:

• eine höhere Bewußtseinsform, die zu Achtsamkeit und Konzentration (Gewahr-sein) in allen Lebenslagen führt;
• die Bewahrung und den sorgsamen Umgang mit den eigenen Lebensressourcen und den Ressourcen der Natur;
• die Reflexion und das Gewahrsein des eigenen „Selbst“, der Emotionen und des ethischen Verhaltens;
• die Entwicklung und die Transformation von „Herz“ (in der chinesischen Deutung auch Charakter/Seele) dem gleichzeitigen Kultivieren der „ursprünglichen Wesensnatur“ und der „Lebenskraft“ xing ming shuang xiu
-vereinfacht gesagt dem gleichwertigen Entwickeln von körperlichen und geistigen/seelischen Fähigkeiten)
• ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen (den Jahreszeiten, Pflanzen, Tiere, allen Lebewesen...)
• die Erlangung der inneren Fähigkeiten zur Erhaltung der Lebenskraft
• in fortgeschrittener Form auch Fähigkeiten zur Erlangung von Heilkräften und Fähigkeiten zur Erlangung der  Verjüngung (daoistische innere Alchimie)

Unterricht in Daoistischer Meditation

Im Unterricht in Daoistischer Meditation wird auf jede „unnatürliche“ Form von Systemen, Stufen, „Auserwählten“ oder sonstigen Raffinessen verzichtet. Der „Lehrer“ der daoistischen Meditation erkennt selbst, ob sein „Adept“ körperlich und geistig dazu in der Lage ist und wird dementsprechend lehren. Körperliche Rohheit, „Falschheit“ oder anderes schlechtes Benehmen wird der Lehrer nicht akzeptieren und dementsprechend nicht unterrichten. Anderes wird eher „versteckt“ geschehen und sich erst später als Teil der Daoistischen Meditation darstellen. Manches ist sogar so „unauffällig“, dass es unbemerkt vor sich geht…

Die Vermittlung der daoistischen Meditation setzt vom „Lehrer“ eine lange Praxis der Meditation voraus. Ein andauerndes, intensives und tägliches Üben und ein langes Studium und tiefe Kenntnisse in daoistischer und chinesischer Kultur. Immernoch ist hier die mündliche und persönliche Übertragung der Methoden und Fähigkeiten durch einen wahrhaftigen („vollendeten“) Meister und Lehrer von entscheidender Bedeutung. Zur Vermittlung der daoistischen Meditation gehören auch einzelne Gespräche, „Begegnungen“ und Wanderungen, die uns helfen sollen, alltägliche Situationen und Kommunikationen miteinander zu klären und Veränderungen zu begleiten…

Die Haupt-Disziplinen sind:

• Schwerpunkt ist die Daoistische Meditation & Kontemplation
• Taijiquan als umfassende Heil-und Lebenskunst (auch geistige Erlangung und Durchdringung des Taiji-Gesetzes)
• Innere Kampfkünste, z.Bsp. sind da Xingyiquan, Bagua Zhang oder die Schwert-Kampfkunst als daoistische Disziplinen und „High Level-Qi Gong“,Transformation und Innere Alchemie der „3 Schätze“ (jing, qi, shen) als Schutz vor Krankheiten, Angriffen, Verletzungen, Gewalt, als Fundament der spirituellen Entwicklung
• Wanderungen (Reisen) in der Natur, bes. hier dem Elbsandsteingebírge, in Form von Meditations-Seminaren, Retreats
• Studium und Übersetzung der klassischen daoistischen Texte und Schriften

Wenn Sie sich dafür interessieren, sprechen Sie mich bitte dazu an und achten Sie bitte auf die aktuellen Seminar-Ausschreibungen & Hinweise.

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