Thomas Richter
Heringsgrund 2010
Kurzbiographie:
- 1989-2001 FA f. Forstwirtschaft
- 2002-2004 Umschulung als Fitness-und Gesundheitstrainer
- seit 1988 asiatische Kampfsportarten
- 1990-1993 erster Wu Shu-Unterricht & buddhistischer Unterricht (Chan/Za-Zen)
bei Meister Shi Xue Feng (Dingshan Tempel) & Wu Mei Ling (Wu Shu-Akademie Konstanz) - seit 1994 Taiji-Qi Gong und Qi Gong, daoistische Studien
- seit 1996 Taijiquan (42er Form)
- China-Reisen 1993/1998
- seit 1999 Taijiquan-und Qi Gong Lehrgänge & Fortbildungen u.a. bei Meister Yang Zhen He,
Yongnian Taijiquan Association & Taijiquan-Institut Mahlow, sowie Liu Yafei u.a. - seit 2004 bei Meister Li Suiyin, Xian, VR China, 4. Generation Yang Stil-Bagua Taijiquan,
Vizepräsident der Xian Wushu Sport Association - seit 2005 der „adoptierte Schüler“ (tudi) von Meister Li Suiyin, seitdem wird er in den klassischen „inneren“ Kampfkünsten ( Neijia Wushu ) Taijiquan, Xingyiquan, Bajiquan, Bagua Zhang &
Kun Wu-Schwert ausgebildet, ebenso in der traditionellen gesundheitsfördernden Kunst des Qi Gong - organisiert seitdem jährlich zusammen mit "Shi-Xiong" Udo Werner das Trainings-Camp und den Auslandsaufenthalt von Meister Li Suiyin in Deutschland, in Dresden & der Sächsischen Schweiz
- hat die Lehrberechtigung durch Meister Li Suiyin, Vizepräsident der Xian Wushu Sport Association
- als „5. Generation Yang Stil-Bagua Taijiquan“ beschrieben im „Yongnian Taijiquan Almanach“ S. 675, im „Yang Shi Taijiquan San Pu Hui Zhen“ als "6.Generation" von Lu Di Min (2008)
- seit 2005 freiberuflich tätiger Taijiquan-Lehrer als „Taijiquan-Sächsische Schweiz“
- Kurse u.a. für Kliniken, Gesundheitseinrichtungen, VHS, und eigene organisierte Kurse,
Seminare und Workshops
noch etwas Persönliches ...
Eine Reise zum Taijiquan … der „Lebensweg“ Taijiquan…
Eine „Reise“ in die „Wunderwelt“ der chinesischen Kampfkünste… und eine „Reise zu sich selbst“…
Geboren wurde ich 1971 in Pirna. Als Kind war ich ein schüchtener, ängstlicher und unsportlicher Junge. Oft wurde ich deswegen von meinen Mitschülern und Gleichaltrigen gehänselt. Seit 1988 faszinierten mich die chinesischen Kampfkünste. Im DDR-Fernsehen lief: Das Shaolin-Kloster, Die Brüder vom Shaolin-Tempel, Die Tochter des Meisters…u.a. Ich träumte davon, so sportlich und tapfer zu sein, wie Jet Li & die kleinen Shaolin-Mönche in "Die Brüder vom Shaolin-Tempel." Mehrfach schaute ich mir die Filme an und begann die Bewegungen vor dem Fernseher nachzumachen. Eines Tages nahm ich all meinen Mut zusammen und meldete mich in einem Judo Verein an. Dort wurde auch Karate unterrichtet. Zunächst übte ich dort Karate. 1989 lernte ich endlich einen „Kung Fu-Lehrer“ kennen, der sogar wirklich in Shaolin war. Und so lernte ich Wing Chun Kuen, Hong Quan, einige Taijiquan-Bewegungen und „Stilles Sitzen“ Chan/Zen-Meditation bei Meister Shi Xue Feng. 1993 reiste ich das erste Mal privat nach China. Die Begegnungen dort mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, in teilweise sehr abgelegenen Gegenden haben mich tief beeindruckt und berührt. 1998 unternahm ich die 2. Reise nach China. Auch diese wurde durch fast „magische“ Begegnungen mit Menschen und Landschaften zu einer der schönsten. 1994 begann ich mich erneut für Qi Gong und die daoistischen Gesundheitslehren zu interessieren und begann täglich zu üben (bis heute…). Ab 1996 suchte ich dazu wieder verschiedene Lehrer auf.
Schon immer faszinierte mich das chinesische Taijiquan, doch der Entschluss es noch eingehender zu studieren, dauerte noch bis 2000. Eine Qi Gong-Lehrerin & Heilerin hatte mich mehrfach dazu förmlich gedrängt, doch endlich damit „richtig“ anzufangen. In Dresden fand ich nach einem Seminar meinen späteren Freund und Mitschüler Udo Werner. Nach einigen Stunden Taijiquan bei ihm, lud er mich ein, ihn doch auf den Lehrgängen zu seinem chinesischen Taijiquan-Meister zu begleiten. Und so reiste ich mit ihm die nächsten Jahre zu Lehrgängen und Fortbildungen bei dem Yang Stil-Taijiquan Meister Yang Zhen He. Unsere „Taijiquan-Verrücktheit“ führte uns auch zu anderen Lehrern und Meistern, es war schon fast ein „Spiel“ entstanden, wer welchen und was für einen interessanten Meister man wieder besucht hatte. 2004 hatte dieses „Spiel“ eine neue Wendung. Wiedereinmal schwärmten wir abends nach dem Training in einem Dresdner Restaurant von einem besonderen chinesischen Meister, den Udo auf die Vermittlung seines ersten Taiji-Lehrers nach Dresden eingeladen hatte. Doch diesmal schien etwas anders zu sein?! Dieser Meister Li Suiyin hatte uns so tief beeindruckt und berührt, wir wollten gar nicht mehr „woanders hin“, wir wollten nur noch von ihm lernen. Diesen „Wunsch“ erfüllte er zu unserer Überraschung, indem er uns, einer chinesischen Tradition folgend, als seine engen Schüler „adoptierte“.
...und so ging die „Reise“ erst richtig weiter…
Meister Li Suiyin ist für mich ein „Juwel“, eine Kostbarkeit des Taijiquan. Es scheint, als müsse man bei ihm durch ein undurchdringliches Dickicht von Übungen, Methoden und Anweisungen gehen, aber nach einer Zeit intensiven und wohldosierten Trainings wird vieles von selbst klar und fügt sich wie ein Puzzle auf wunderbare Weise zusammen. Von ihm zu lernen heißt, auch "Bitteres" und "Schmerzen" zu ertragen, aber auch fast väterliche Fürsorge und innige Verbundenheit zu spüren. Mein Taijiquan hat durch ihn eine neue und sehr tiefgehende Qualität bekommen. In meinem ganzen Wesen (Charakter, Herz) haben sich positive Wandlungen vollzogen.
Mit Freuden möchte ich das sicher Erlernte durch eingehende Reife gern an andere weitergeben. Und auch das ist ein Stück der „Reise.“
Kommen Sie deshalb mit mir auf eine spannende „Reise“ zum Taijiquan und nehmen Sie dazu den Leitspruch des Zen-Meisters Takuan Soho an: „Schmelze den Geist und lasse ihn wie Wasser frei durch den ganzen Körper fließen.“
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